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Software-Lebenszyklus beendet – was nun?

Software-Refactoring als Lösungsalternative, wenn das Ende des Software-Lebenszyklus erreicht ist.
Dieser Angang ist für alle Legacy Code-Applikationen anwendbar.

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  • Jürgen Meijerink
    CEO
  • Projektlaufzeit
    2016-2019
  • Techstack
    ASP.NET, AngularJS, Typescript

Der Kunde: mekoDATA

Das Nordhorner Softwareunternehmen „mekoDATA Jürgen Meijerink“ entwickelt moderne Software für den Viehhandel. Die Bedienung des Viehhandels ist stark kunden- und service-orientiert. Dieser spezifische Markt ist ständig in Bewegung, was oft Erneuerungen der Regeln voraussetzt. Somit entsteht ein höherer Bedarf an Flexibilität bei der Weiterentwicklung sowie bei der Anpassung der Software. Kundenwünsche werden mit aktiver Haltung entgegengenommen und flott umgesetzt.

Die Produktpalette deckt in seiner Basisausstattung die Bereiche Disposition, Logistik und Tourenplanung ab.

Die verschiedenen Disziplinen aus dem täglichen Aufgabenbereich im Viehhandel sind in jeweilige Produktkategorien aufgeteilt, darunter:

  • mekoVieh
  • mekoFibu
  • mekoDispo
  • mekoMobil
  • mekoBerater
  • spezielle Module und Erweiterungen

Die Herausforderung: "den beendeten Software-Lebenszyklus beleben"

Die Software von mekoDATA war ursprünglich in Visual FoxPro programmiert. Microsoft hat die Entwicklung von Visual FoxPro in der Zwischenzeit eingestellt, um seine Ressourcen auf andere Produkte seiner Palette zu konzentrieren. Visual FoxPro 9 (VFP9) war die letzte Version, die bis Ende 2015 unterstützt wurde.

Microsoft verpflichtet sich ihren Softwareabnehmern gegenüber, eine bestimmte Version für einen festen Zeitraum zu unterstützen, indem Fehlerbehebungen, Upgrades und Support für die jeweiligen Produkte angeboten werden. Dies bedeutet nicht, dass bei Ende des Supports eine Anwendung über Nacht nicht mehr zum Laufen gebracht werden kann, sondern, dass man mit der Planung der Umstellung einer z.B. auf FoxPro-basierenden Anwendung beginnen sollte. So war das auch bei mekoDATA der Fall.


Welche Fragen sollte sich ein Unternehmen am Ende des Software-Lebenszyklus stellen?
Um 3 wichtige Fragen für moderne Softwareunternehmen durchzulesen, empfehlen wir Ihnen den kompletten Bericht weiter unten herunterzuladen.


Hilfe bei einer Herausforderung führt nicht immer zu Hilfe im Notfall

Zu diesem Zweck hat Herr Jürgen Meijerink, Geschäftsführer von mekoDATA, die Unterstützung einer renommierten Softwareberatungsfirma im Raum Karlsruhe in Anspruch genommen. An sich ist es heutzutage kein Problem mehr, wenn sich ein Dienstleister nicht gerade um die Ecke befindet. Moderne Techniken bieten zahlreiche online Face-to-Face Möglichkeiten. Beim Nearshore-Outsourcing arbeitet man üblicherweise auf Abstand zusammen. Mit dem passenden Know-how lässt sich alles erfolgreich gestalten.

Der Angang in diesem Fall war allerdings nicht wirklich lösungsorientiert. mekoDATA wurde ein Entwickler mit umfangreichen Architektur-Kenntnissen zur Verfügung gestellt, der zusätzlich zu relativ hohen Stundensätzen (ungefähr das Vierfache üblicher Nearshore-Tagessätze) für die Einarbeitung vor Ort auch noch Reisekosten und sämtliche Spesen in Rechnung gestellt hat. Der Entwickler hat die von mekoDATA aufgestellten Mock-ups genutzt, die nicht vollständig durchdacht und ausgearbeitet waren.

Die Ausführung des Projekts wurde hauptsächlich über GitHub verfolgt, was letztendlich dazu führte, dass man im Gegenteil zur erwarteten vollständigen Auslieferung ungefähr zu ⅔ bis ¾ der erwarteten Funktionalitäten bekommen hat. Die Abnahme hat mekoDATA selbst durchgeführt. Da die Kosten für das gelieferte „Proof of Concept“ mit nur einigen Basisfunktionalitäten das geplante Budget überstiegen, war die Weiterentwicklung nicht mehr wirtschaftlich vertretbar.

mekoDATA benötigte dringend eine kostenschlankere Lösung, um den Kunden eine zukunftsorientierte Software kurzfristig anbieten zu können.

Qualitativ hochwertig und kosteneffizient: Technosoft Nearshore-Outsourcing

Bei der Suche nach einer effektiven Lösung für die entstandene Herausforderung kam mekoDATA ins Gespräch mit Technosoft. Dabei stellte sich schnell heraus, dass Technosoft als Nearshore-Anbieter über weitreichende Kenntnisse und freie Kapazitäten in der von mekoDATA benötigten Domäne verfügt. Ein weiterer Bonus war der angebotene Stundensatz, der wesentlich niedriger war, als was man für die Erstellung des „Proof of Concept“ gezahlt hatte.

Als Ausführungssprache passte Englisch gut, vorausgesetzt der Entwickler war zur genauen Klärung der fachlichen Begriffe gut eingearbeitet. Diese Aufgabe konnte Technosoft durch den Einsatz Deutsch sprechender Mitarbeiter für den gesamten Zeitraum der Einarbeitung lösen.


Nearshore-Outsourcing: die beste Lösung beim Fachkräftemangel
Nearshore-Outsourcing stellt eine Lösungsalternative dar, wobei der Kunde von dem Know-How eines Full-Service-Dienstleisters mit umfangreicher Erfahrung in unterschiedlichen Branchen und Projekten profitieren und sich dabei eine spezifische Leistung (Entwicklung, Testing, Business-Analyse, usw.) aus dem gesamten Spektrum auswählen kann, nach einem „Rundum-Sorglos-Konzept“.
  • Die Lösung ist nachhaltig, skalierbar und multidisziplinär (dank breiter Branchenkenntnisse).
  • Die Zusammenarbeit mit Technosoft, das als marktführendes IT-Unternehmen seit nunmehr 40 Jahren über 1000 aktive Kunden von klein- und mittelständischen Unternehmen bis hin zu multinationalen Konzernen im nordwesteuropäischen Markt (DACHLI, BENELUX) professionell bedient, bietet höchste Sicherheit und Kontinuität als eine strukturelle Lösung zugunsten von Nearshoring.
  • Die Stundensätze sind den lokalen Anbietern gegenüber äußerst wettbewerbsfähig und beinhalten bereits anfallende Verwaltungskosten und Risiken, die bei der Festanstellung (Urlaub, Krankheit, Reisekosten, Infrastruktur) fällig sind, nach dem Prinzip „What you get is what you pay for“.
  • Technosoft verfügt über einen flächendeckenden Pool an Spezialisten, die alle Entwicklungsphasen von der Business-Analyse, Architektur, Umsetzung, Systemadministration, Agile Coaching, QA&Testing bis hin zum Deployment, Wartung und Pflege abdecken können. So bekommt man für die bezahlte Leistung das komplette Know-how und die mehrjährige internationale Erfahrung der Technosoft-Belegschaft.
  • Erstkommunikation, Vertragsvereinbarungen und eventuelle Eskalationsmeetings (bei Notfällen) finden zur Vermeidung von Unklarheiten in deutscher Sprache statt, selbst wenn die Softwareentwicklung auf Englisch erfolgt.
Technosoft:sicher in Software, QA und Testing

Die erste Vorführung

Herr Meijerink stellte beim ersten Online-Meeting die alte und die neue Version der Software vor. Er präsentierte auch das Backend in MS Visual Studio und einige Codebeispiele. Es wurde auch eine VM (Virtual Machine)  samt  Zugriff auf die alte/neue Software einschließlich Quellcode bereitgestellt. Da die neue Version trotz funktionierendem Administrationsmodul nur teilweise funktionsfähig war, wurde die Release-Frist für bestehende Kunden auf ein halbes Jahr verschoben.

Der Umsetzungsaufwand sollte zunächst auf Refactoring und Weiterentwicklung des Dispositions-/Planungsmoduls konzentriert werden. Das Hauptziel war die Erstellung einer webbasierten Lösung für Kunden, die keine Vollzeit-Desktopbenutzer sind.

Hierbei stellte sich schnell heraus, dass man keinen genauen Einblick in den aktuellen Stand der Entwicklung hatte, dabei aus mehreren Gründen:

  • Infrastruktur, SVN und weitere Projektkomponenten wurden von Drittanbietern verwaltet.
  • Es gab kein Issue-Tracking-Tool.

In diesem Zusammenhang wurde die Einrichtung einer dedizierten Qualitätssicherungsinfrastruktur vorgeschlagen, um später die Gesamtprojekteinrichtung (Infrastruktur, Wiki, Git, SVN, QS usw.) noch einfacher mit Unterstützung von Technosoft umstrukturieren zu können.

Nach Analyse der Projektbeschreibung und des Quellcodes hat Technosoft in den darauffolgenden Wochen einen Lösungsvorschlag für das Refactoring/die Weiterentwicklung der Software vorbereitet. Herr Meijerink sollte das Konzept beim Besuch im Entwicklungszentrum in Chisinau, Moldawien besprechen und freigeben.


Software-Refactoring : was nützt es eigentlich?
Wenn Sie herausfinden möchten, wie und warum Software altert, was Software-Refactoring eigentlich ist und wie man es betreibt, empfehlen wir Ihnen den kompletten Bericht weiter unten herunterzuladen.

Besuch des Entwicklungszentrums in Chisinau als Grundlage für den Neustart

Während des Meetings in Chisinau stellte sich nach der Präsentation des Lösungskonzepts von Technosoft dank der Analyse des bestehenden Quellcodes heraus, dass mekoDATA mit dem „Proof of Concept“ des Drittanbieters wenig in der Hand hatte: Eine Reihe von fehlenden und nur teilweise implementierten Funktionalitäten wurden während der Demo der neuen mekoDispo-Anwendung identifiziert.

Die gute Nachricht war allerdings, dass die Ausgangssituation für einen Neustart vielversprechend war:

  • Das Projekt war machbar, es gab klare Umsetzungsziele, die angegangen werden konnten.
  • Der Tech-Stack war bekannt und lag in der Expertise und Kompetenz von Technosoft.
  • Es fehlten flächendeckende User Stories, die vorhandenen Beschreibungen waren auf einer hohen Abstraktionsebene; detaillierte Beschreibungen für jede Funktionalität sollten bereitgestellt werden.

Die Planung

Es wurde beschlossen, insgesamt 3 Releases durchzuführen, wobei die wichtigsten Bestandteile der Software (Dispositionsregistrierung, Bestellung und Planung) schon beim ersten Release fällig waren:

  • Die Infrastruktur sollte eingerichtet werden (Entwicklung, Testing).
  • Der Zugriff auf GitHub sollte vorhanden sein, samt Lizenz.
  • Das Projekt sollte mit dem Schreiben von Komponententests für den TypeScript / JavaScript-Client und den Anwendungsserver beginnen (sollte Teil des Entwicklungsaufwands sein).
  • Es wurde entschieden, Ionic für die Client-Seite zu verwenden und ASP.NET Web-API2 für die Server-Seite.

Das erste Release

 Dank kontinuierlichem Austausch und transparenter Kommunikation, konnten die Entwicklungs- und Qualitätssicherungsteams das erste Release gemäß angesetzter Planung und Ausführungsfristen realisieren.

Herr Meijerink war über die Liefertermine sehr zufrieden und hat die Ergebnisse positiv bewertet, was zu einer zügigen Einplanung des Teams für den nächsten Sprint führte. Für mekoDATA bedeutete dieser erfolgreich durchgeführte Schritt, dass die Umstellung von VisualFoxpro9 auf .NET eine richtige Entscheidung und ein guter Anfang in einem neuen Zeitalter war. Die neue Lösung wurde den bestehenden Kunden präsentiert und das positive Feedback verstärkte das Vertrauen zur Weiterentwicklung der Software.

Das Refactoring-Projekt diente als Grundlage für den Aufbau einer nachhaltigen Kooperation zwischen Technosoft und mekoDATA in unterschiedlichen Geschäftsbereichen.


„Mit dem Fortschritt und der bisher geleisteten Arbeit bin ich sehr zufrieden“

Jürgen Meijerink, Geschäftsführer


 

Welche Legacy-Technologien kann man wiederbeleben?

Software-Lebenszyklus beendet – was nun?

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Siehe die Entwicklung von Technosoft

1977 Heute
1998
Projektmanagementsoftware
1983
Markenregistrierung Technosoft
1984
Start der Entwicklung CAD Software
2000
Übernahme der Tätigkeiten von Brunel und Niederlassung in Deventer
2007
Technosoft Deutschland
2009
Technosoft Moldawien
2015
Technosoft Rumänien
1993
Von DOS zur Windows-Plattform
2001
Start Verkauf AxisVM Software
2014
Einführung 3Muri Erdbebensoftware + erste KOMO Zertifizierung
2013
Start Business Unit Qualitätssicherung & Testing
2011
Übergang zu Eurocodes
2012
Start von Nearshoring unter dem Markennamen In-shore
2006
Technosoft von Brunel verkauft durch ein Management Buy Out
2016
Integration der Business Units in eine einzige Geschäftseinheit
2017
Zusammenfügung aller Aktivitäten unter dem Namen Technosoft
2018
Technosoft ist aktiv in 6 europäischen Länder